"Der introvertierte Gefühls-Typ" "The Introverted Feeling Type"
IF (Fi)

BeschreibungDescriptionDescrizioneDescripciónوصفОписание类型描述
(IFIN | IFEN | IFIS | IFES)

Einleitung


Der introvertierte Gefühlstypus (IF) erscheint von außen ruhig, unnahbar, zurückhaltend und oft auch kalt. Deswegen ist er unzugänglich und nur schwer zu verstehen. Aus diesem Bild kommt oft das Vorurteil, dass er keine Gefühle besitzen würde – das ist jedoch völlig falsch. Seine Gefühle manifestieren sich mit Intensität in der Tiefe. Seine wahren Motive und Gefühle sind nur schwer zu erkennen. Das äußere Erscheinungsbild erscheint generell harmonisch und unauffällig und vermitteln eine Aura der anziehenden Ruhe und Sympathie; oft versteckt der introvertierte Gefühlstypus sich hinter einer kindlichen oder banalen Maske und neigt zu einem melancholischem Temperament. Jedoch ist seine wahre Natur nicht mal annähernd so unschuldig und mild, wie viele andere Internetquellen versuchen sie darzustellen. Wenn er seine eigenen Gefühle nach außen zeigt, dann ist dessen Erscheinung meist von negativer Natur, mit einem Hang zum emotionalem Urteil gerichtet gegen seine Umgebung. Diese Art des Fühlens ist äußerst subjektiv und wertet daher externe Objekte überwiegend ab. Sein Ziel ist es nämlich nicht, sich den externen Umständen beziehungsweise dem „Objekt“ anzupassen, sondern diese seinen subjektiven emotionalen Vorstellungen unterzuordnen, um ein gewisses unterbewusstes Bild zu realisieren; es sucht ständig nach einem emotionalen Abbild, das keine Existenz in der objektiven Realität hat. Daher fokussiert sich der Blick des introvertierten Gefühlstypus auf alle Objekte, die ihm nichts ins Bild passen, während er diese, still oder nicht, kritisiert und negativ beurteilt.

Für den introvertierten Gefühlstypus sind seine Gefühle gleichwertig mit großen, signifikanten Ideen und tragen ihren eigenen unumstrittenen Wahrheitsfaktor. Das was bezogen zu einem Sachverhalt gefühlt wird, ist für ihn gleichwertig mit der Wahrheit und kann von außen nicht beeinflusst werden. Dies ist genauso wahr für sowohl die eigenen Gefühle und Urteile, die er mit Menschen in Verbindung bringt als auch für die eigenen emotiven Wertvorstellungen und Präferenzen. Wenn er rein basierend auf seinem Gefühl etwas „Negatives“ in einer anderen Person ahnt, auch wenn kein objektiver Beweis dafür existiert, dann passiert es häufig, dass diese Person entweder mit einer kalten Indifferenz oder mit einem vorschnellem Vorurteil verurteilt beziehungsweise bestraft wird. Genauso gut bezieht sich das auf das Gegenteil, wenn sein Inneres ihm mit positiven Gefühlen bezogen zu einem Sachverhalt zuredet – in diesem Falle wird es als das Richtige und somit auch als eine eindeutige Wahrheit empfunden. Problematisch kann dies vor allem werden, wenn in bestimmten Situationen eine intellektuelle Vorgehensweise vom Vorteil wäre, da hierbei auf eine neutrale Art und Weise alle Fakten und Informationen abgewogen werden müssen, was dem introvertiertem Gefühlstypus auf Grund seiner emotivistischen Vorgehensweise schwerfällt. Entgegen vieler Erwartungen zum introvertiertem Gefühlstypus, beziehungsweise zu Fi, kann sein Fühlen von äußerst egozentrischer und unsympathischer Natur sein, da diese Art des Fühlens überwiegend selbstgerichtet beziehungsweise Ego-bezogen ist. Die Folgen dessen sind sentimentale Selbstliebe, sich selbst interessant machen zu wollen und Selbstbewunderung. Desto egozentrischer die Natur dieses Typus, desto negativer manifestiert sich dessen Schatten.

Die Schattenseiten


Der introvertierte Gefühlstypus kann als eine negative, primitive Manifestation des extravertierten Denktypus (ET) bezeichnet werden, da dieser alle jene Aspekte in der tiefsten Ebene des Unterbewusstsein unterdrückt. Seine primitive Manifestation des Denkens drückt sich durch grenzenlosen Konkretismus und Abhängigkeit gegenüber Fakten aus – Informationen und Fakten müssen so präzise wie möglich sein, mit den detailliertesten Erklärungen: Letztendlich befreit sich das Fühlen jedoch vom Denken und schafft für sich eine Handlungsfreiheit, dessen Subjektivität die Komplexität von Informationen zunichtemacht, indem einfach alle „überschüssigen“ Informationen verworfen werden, um zu einem subjektiven Urteil zu kommen. Ebenfalls fällt es ihm sehr schwer, auf eine analytische Art und Weise zu kommunizieren.

In abnormalen Fällen dieses Typus, falls die subjektiven intensiven Gefühle zu sehr mit dem eigenen Ego identifiziert werden, kann dies eine Person erzeugen, die exzessive Tyrannei über ihre Umgebung ausübt; die mysteriöse Kraft dieser intensiven Gefühle wandelt sich in ein banales und maßloses Verlangen um, andere zu dominieren, in Eitelkeit und in willkürliche Rechthaberei. Skrupellose Ambitionen und boshafte Handlungen könnten ebenfalls ins Bild kommen. Auch wenn dies nicht den normalen Zustand des introvertierten Gefühlstypus darstellt, erscheinen Spuren davon doch immer wieder in Form eines schwer zu beschreibenden dominierenden Einflusses – man spürt dies als ein erdrückendes, beklemmendes Gefühl, welches wie ein Zauber im Raum liegt. Nichtsdestotrotz hat der introvertierte Gefühlstypus eine konstante Bereitschaft, mit anderen eine friedliche und harmonische Koexistenz zu führen – meist als eine Form der Neutralität, die sich vom eigenem Umfeld abschirmt.

Introduction


The introverted feeling type (IF) appears calm, unapproachable, reserved and often cold from the outside. This makes them inaccessible and difficult to understand. This image often gives rise to the prejudice that he has no feelings - but this is completely wrong. His feelings manifest themselves with intensity in the depths. His true motives and feelings are difficult to recognize. The outward appearance generally appears harmonious and unobtrusive and conveys an aura of appealing calm and sympathy; often the introverted feeling type hides behind a childish or banal mask and tends towards a melancholic temperament. However, his true nature is not nearly as innocent and mild as many other internet sources try to portray it. When he does show his own feelings to the outside world, they tend to be negative in nature, with a tendency towards emotional judgment directed at those around him. This way of feeling is extremely subjective and therefore predominantly devalues external objects. Its aim is not to adapt to external circumstances or the "object", but to subordinate them to its subjective emotional ideas in order to realize a certain subconscious image; it is constantly searching for an emotional image that has no existence in objective reality. This is why the introverted feeling type focuses its gaze on all objects that do not fit into its image, while criticizing and negatively judging them, whether silently or not.

For the introverted feeling type, their feelings are equivalent to big, significant ideas and have their own undisputed truth factor. For them, what they feel in relation to an issue is equivalent to the truth and cannot be influenced from the outside. This is just as true for his own feelings and judgments that he associates with people as it is for his own emotional values and preferences. If he suspects something "negative" in another person purely on the basis of his feelings, even if there is no objective evidence for this, then it often happens that this person is either condemned or punished with a cold indifference or with a hasty prejudice. This is just as likely to be the opposite when their inner self speaks to them with positive feelings about a situation - in this case it is perceived as the right thing to do and therefore also as a clear truth. This can be particularly problematic if an intellectual approach would be advantageous in certain situations, as all facts and information have to be carefully compared in a neutral way, which is difficult for the introverted feeling type due to their emotivistic approach. Contrary to many expectations of the introverted feeling type, or Fi, his feelings can be extremely self-centered and unsympathetic in nature, as this type of feeling is predominantly self-directed or ego-related. The consequences of this are sentimental self-love, wanting to make oneself interesting and self-admiration. The more egocentric the nature of this type, the more negatively its shadow will manifest.

The Shadow Side


The introverted feeling type can be described as a negative, primitive manifestation of the extraverted thinking type (ET), as it suppresses all those aspects into the deepest level of the subconsciousness. Its primitive manifestation of thinking is expressed through boundless concretism and dependence on facts - information and facts must be as precise as possible, with the most detailed explanations: Ultimately, however, feeling frees itself from thinking and creates for itself a freedom of action whose subjectivity nullifies the complexity of information by simply discarding all "excess" information in order to arrive at a subjective judgment. He also finds it very difficult to communicate in analytical manner.

In abnormal cases of this type, if the subjective intense feelings are too closely identified with one's own ego, this may produce a person who exercises excessive tyranny over his surroundings; the mysterious power of these intense feelings is transformed into a banal and immoderate desire to dominate others, vanity and arbitrary bossiness. Unscrupulous ambitions and malicious actions may also enter the picture. Even if this is not the normal state of the introverted feeling type, traces of it appear again and again in the form of a dominating influence that is difficult to describe - it is felt as an oppressive feeling that lies in the room like a spell. Nevertheless, the introverted feeling type has a constant willingness to coexist peacefully and harmoniously with others - usually as a form of neutrality that shields itself from its own environment.