"Der extravertierte Empfindungs-Typ" "The Extraverted Sensation Type"
ES (Se)

BeschreibungDescriptionDescrizioneDescripciónوصفОписание类型描述
(ESET | ESIT | ESEF | ESIF)

Einleitung


Der extravertierte Empfindungstypus (ES) ist ein Liebhaber der unmittelbaren Realität – er lebt das Leben einfach in seinem vollsten Maße aus; er lebt im Hier und Jetzt und strebt nach konkreten Formen des Vergnügens – das beschreibt seine gesamte Moral. Wahres Vergnügen hat für ihn seine ganz eigene Moralität, es folgt seinen eigenen Moderationen und seinen eigenen Gesetzen, oft vereint mit einer Selbstlosigkeit und dem Wille, für das eigene und anderer Wohlbefinden bestimmte Opfer zu bringen. Er verfügt nur wenig Veranlagung zur Reflexion und kein Bedürfnis, die Welt, Menschen und Dinge zu dominieren, da er den Zustand der Realität als etwas schönes und wunderbares wahrnimmt, das nicht zerstört oder verfälscht werden sollte – deswegen hat er keine Ideale, die mit komplexen Ideen verbunden sind, da er die Realität einfach so wahrnimmt, wie sie ist.

Der extravertierte Empfindungstypus hat eine lebhafte Kapazität dafür, sich in jeglichen Situationen zu vergnügen und ist deshalb meist eine gute Gesellschaft. Die großen Probleme des Lebens befassen sich für ihn am ehesten damit, ob Empfindungen seinem Standard für Geschmack folgen oder nicht. Gerne kleidet er sich gut, sorgt für vollen Tisch für sich selbst und Freunde und hofft dadurch, ihnen Empfindungen der Großartigkeit geben zu können. Oft bringt er für den eigenen ästhetischen Stil auch bestimmte Opfer – womit er andere ebenfalls versucht zu überreden. Nachdem er sich nach der Realität orientiert, sind seine Erwartungen in Liebe ebenfalls von realistischer Natur; sein Ideal der Liebe sieht er vorwiegend in Form von physischer Attraktivität. Jedoch macht ihn das auch ungemein rücksichtsvoll und offen gegenüber jeglichen physischen „Makel“ anderer, da er in diesen auch etwas schönes sieht und sich nicht nach unerreichbaren Idealen orientiert.

Die Schattenseiten


Der extravertierte Empfindungstypus kann als eine primitive Manifestation des introvertierten Intuitionstypus (IN) bezeichnet werden, da dessen Aspekte in das negative Unterbewusstsein der Psyche verdrängt werden. Prozesse, die von seinem Innersten entspringen, empfindet er als morbide und verdächtig, weswegen er sie unterdrückt, um wieder mit der greifbaren Realität verbunden zu sein; das macht ihn überraschenderweise ziemlich leichtgläubig. Wenn seine unterdrückten Intuitionen zum Vorschein kommen, dann zeigt sich das auf aggressivste und negativste Art und Weise: Diese negativen Intuitionen, fixiert auf negative Möglichkeiten, zeigen sich als irrationale Projektionen mit den wildesten, absurdesten Verdächtigungen. In Liebe zeigt sich das als Fantasien der Eifersucht, in anderen Gegebenheiten als Angstzustände. Im schlimmste Falle könnte er jede erdenkliche Phobie entwickeln, auch Symptome des Zwangs. Dies kann ihn zu einem unrealistischen Charakter machen mit moralischen, religiösen Kompulsionen – dessen Moral zeigt sich als kleinlich, kombiniert mit einem magischem, realitätsfernem Aberglauben. Daher ist der extravertierte Empfindungstypus anfällig für Verschwörungstheorien und macht Dinge, die er nicht begreift und nicht vorhersehen kann, einer „Kraft“ verantwortlich, die außerhalb seiner eigenen Kontrolle liegt. Seine negative Intuition richtet er gegen jedes erdenkliche Detail und macht sie zu Parodien voller alberner, pedantischer Absurdität; diese Form der Intuition, falls sie je erreicht wird, bewegt sich in den niedrigsten Stufen menschlicher Bosheit.

Abgesehen von dieser düsteren Möglichkeit des Auftreten dieses Verhaltens, ist der extravertierte Empfindungstypus immer auf der Schau nach neuen aufregenden Erfahrungen und sieht jede Erfahrung als ein Sprungbrett für die nächste. Insgesamt kann sich deren Realitätsbild nicht nur nach extremer Konkretheit und Materialismus orientieren, sondern möglicherweise auch nach abstrakter, ästhetischer Spiritualität, die in seiner niedrigen Intuition verankert ist.

Introduction


The extraverted sensation type (ES) is a lover of immediate reality - he simply lives life to its fullest; he lives in the here and now and strives for concrete forms of pleasure - this describes his entire morality. For him, true pleasure has its very own morality, it follows its own moderation and its own laws, often combined with selflessness and the will to make certain sacrifices for his own and others' well-being. He has little disposition for reflection and no need to dominate the world, people and things, as he perceives the state of reality as something beautiful and marvellous that should not be destroyed or distorted - therefore he has no ideals connected with complex ideas, as he simply perceives reality as it is.

The extraverted sensation type has a lively capacity to enjoy himself in any situation and is therefore usually good company. The big issues in life for him are most likely to be about whether or not sensations meet his standard of taste. He likes to dress well, keeping the table full for himself and friends, hoping to give them sensations of grandeur. He often makes certain sacrifices for his own aesthetic style - which he also tries to persuade others with. Since he is orientated towards reality, his expectations in love are also realistic in nature; he sees his ideal of love primarily in the form of physical attractiveness. However, this also makes him extremely considerate and open towards any physical ‘flaws’ of others, as he also sees something beautiful in them and does not orientate himself towards unattainable ideals.

The Shadow Side


The extraverted sensation type can be described as a primitive manifestation of the introverted intuition type (IN), as its aspects are repressed into the negative subconsciousness of the psyche. He perceives processes that arise from his innermost being as morbid and suspicious, so he suppresses them in order to reconnect with tangible reality; surprisingly, this makes him quite gullible. When his repressed intuitions come out, it shows in the most aggressive and negative way: These negative intuitions, fixated on negative possibilities, show up as irrational projections with the wildest, most absurd suspicions. In love this manifests as fantasies of jealousy, in other circumstances as states of anxiety. In the worst case, he could develop any phobia imaginable, including symptoms of compulsion. This can turn him into an unrealistic character with moral, religious compulsion - his morality shows itself as petty, combined with a magical, unrealistic superstition. As a result, the extraverted sensation type is prone to conspiracy theories and blames things they do not understand and cannot foresee on a "force" beyond their own control. He directs his negative intuition against every conceivable detail and turns them into parodies full of silly, pedantic absurdity; this form of intuition, if it is ever achieved, is at the lowest levels of human malice.

Aside from the grim possibility of this behavior occurring, the extraverted sensation type is always on the lookout for new exciting experiences and sees each experience as a stepping stone to the next. Overall, their view of reality may be oriented not only toward extreme concreteness and materialism, but possibly also toward abstract, aesthetic spirituality rooted in their lower intuition.